2014 – Das Jahr in dem wir Beta-Tester waren

Am 27.11.2014 erschien auf der Website von heise.de ein Kommentar,
zu dem ich es mir nicht nehmen lassen möchte, meinen Senf dazu zu geben.

Hier zuerst der Artikel:

Bananen-Software für Spieler? Überlastete Server? Schluss damit!

Kommen wir nun zu meiner Meinung:

Endlich schreibt jemand mal etwas zu diesem Thema.
Ich habe mich schon monatelang gefragt, wann es mal
soweit sein wird.
Sicherlich ist es ein oft diskutiertes Thema und viele
Podcasts lassen sich darüber aus, aber auf den einschlägigen IT-Seiten bleibt eine Reaktion, meines
Erachtens aus. Nun kam von Martin Fischer endlich ein Kommentar auf der heise-Seite. Prinzipiell bringt er
es sehr gut auf den Punkt, allerdings habe ich an dieser Stelle auch noch das Eine oder Andere was ich
dazu beitragen möchte:

So lange ich mich nun mit den aktuellen Entwicklungen in der Games-Branche beschäftige,
kann man spätestens nach einem halben Jahr einen Trend erkennen, der sich als Jahres-Motto einsetzen lässt.
Das Jahr 2014 hat sich unfertige Spiele auf die Stirn geschrieben. Das Ganze began zwar schon im Jahr 2013,
war aber noch nicht so relevant und auffällig, wie in diesem Jahr.

Die Spiele-Schmieden nutzen uns als Spieler schon fast als Test-Objekte aus,
um irgendwo Geld in der QA-Abteilung zu sparen. So zumindest, sieht es von aussen aus.
Dann wird das jeweilige Spiel mit Marketing gehyped, um die Verkäufe anzukurbeln.
Der Effekt ist allerdings schon vorprogrammiert: Viele springen auf den Hype-Zug auf,
kaufen sich das Spiel und sind frustriert, weil es unspielbar ist.
Da sich natürlich viele Gamer den entsprechenden Titel auf Grund des Hypes zulegen,
sind die Stimmen entsprechend laut, die gegen das Game wettern.
Wie auch im Artikel von Martin Fischer erwähnt, kommen viele Spiele bereits mit einem Day-One-Patch heraus.
Dies bringt aber nicht nur das Problem mit der angesprochenen DSL-Leitung mit sich, sondern auch eine weitere wichtige Sache:

Ich persönlich gehöre zu den Spielern, die nach Jahren mal wieder ein älteres Spiel ausgraben, um es nochmal zu spielen.
Dies gilt auch für die Konsolen. Holt man nun nach, sagen wir, 15 Jahren seine PS3 heraus um wieder mal einen guten Titel zu spielen,
könnte es schwierig werden, an den zugehörigen Day-One-Patch zu kommen, der vielleicht gar nicht mehr auf den Servern liegt,
weil das Spiel einfach mal zu alt ist.

Gerade im Fall von Assassin’s Creed Unity (PS4) stünde man vor dem Problem, dass das Spiel unspielbar ist.
Klingt nach einem bekannten Thema, das bereits bei Steam zum ersten Mal aufgetreten ist.
Dort wurden die Stimmen auch laut mit der Frage:
Was ist, wenn die Server abgeschaltet werden?
Eine wirkliche Lösung gibt es bisher noch nicht, die den Endanwender zufrieden stellt.
Bleibt also nur zu hoffen, dass es sich mit den riesigen Day-One-Patches ähnlich verhält und sie
noch eine lange Zeit auf den Servern verweilen.

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